Bedarf an Mikronährstoffen – wer braucht wie viel?

Bedarf an Mikronährstoffen – wer braucht wie viel?

[dropshadowbox align=“none“ effect=“none“ width=““ height=““ background_color=“none“ border_width=“0″ border_color=“none“ ][/dropshadowbox]Die Versorgung von Mikronährstoffen

Der Mikronährstoffbedarf ist individuell, deshalb sollte die Versorgung von Mikronährstoffen auf den Bedarf zugeschnitten sein. Mikronährstoffe wie Spurenelemente, Mineralien, die große Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe,Vitamine und bestimmte Fettsäuren sind unverzichtbar für eine gesunde Ernährung. Mikronährstoffe finden häufig auch in Nahrungsergänzungsmitteln Anwendung. Was und wie viel der Körper benötigt, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag näher bringen.

Die Mikronährstoffversorgung ist verschieden zugeschnitten

Dass der tägliche Kalorienbedarf von verschiedenen Faktoren abhängt, ist jedem von uns klar. Jemand der einer Bürotätigkeit nachgeht, hat bei weitem nicht so einen hohen Mikronährstoffbedarf, wie ihn vergleichsweise ein Hochleistungssportler hat. Auch das Alter, Geschlecht, besondere Lebenssituationen und chronische Krankheiten bestimmen den Bedarf an Mikronährstoffen. Eine Schwangere oder eine stillende Frau hat zum Beispiel einen höheren Bedarf als Frauen im gleichen Alter und ähnlichem Lebensstil. Einige Menschen sind besonders von einem Mikronährstoffmangel oder auch als Vitalstoffmangel bezeichnet, bedroht.

Risikogruppen für Mikronährstoff-Mangel

  • Raucher
  • Menschen mit regelmäßigem hohen Alkoholkonsum
  • Personen die sich selten in der Sonne aufhalten (Vitamin-D-Mangel)
  • Personen, die regelmäßig bestimmte Medikamente/Arzneimittel einnehmen müssen (z.B. Antibiotika, Cortison)
  • Veganer
  • Menschen die wenig Appetit haben und dadurch wenig Nahrung zu sich nehmen
  • Menschen die sich an eine Diät halten
  • Personen die sich extrem einseitig ernähren.

Deckt die Ernährung alles ab?

Menschen ohne einen besonderen Bedarf an Mikronährstoffen und Vitaminen, können theoretisch durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung den Ihren Bedarf decken. Experten der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung) empfehlen täglich rund 400 g Gemüse und 250 g Obst zu sich zu nehmen. Darüber hinaus sollten Vollkornprodukte bevorzugt werden und um die Jodversorgung sicher zu stellen, sollte man 1-2 mal pro Woche Fisch verzehren. So die Theorie!

Mikronährstoffbedarf Diagramm

Trotz der Vielfalt an Lebensmitteln werden häufig die Referenzwerte für die Mikronährstoff- und Vitaminaufnahme nicht erreicht. (Anteil in %; Nationale Verzehrstudie II, 2008).

Die Realität sieht hingegen anders aus. Große staatliche Untersuchungen zur Ernährung der Bevölkerung in Deutschland ergaben, dass 16 Prozent der Studienteilnehmer schon 4 Wochen keinen Fisch mehr verzehrt hatten, rund 41 Prozent erreichten die empfohlene Tagesmenge an Obst und nur rund 13 Prozent die empfohlene Tagesmenge an Gemüse. Dabei sind gerade Obst und Gemüse unverzichtbare Lieferanten für sekundäre Pflanzen- und Vitalstoffe. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen die Referenzwerte nicht erreichen. (Siehe Diagramm).

Daraus resultiert zwar nicht zwangsläufig ein klinischer Vitaminmangel, dennoch werden durch einen Mangel an Mikronährstoffen viele Prozesse im Körper beeinflusst. Die Immunabwehr kann dadurch beeinträchtigt werden bis hin zur Stimmungslage.

Gibt es eine Überdosis bei Mikronährstoffen?

Die oben genannten Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr entsprechen den Mengen, die empfohlen werden, um Vitaminmangel und daraus resultierende Erkrankungen wie Rachitis oder Skorbut zu vermeiden und den Körper gesund zu erhalten. Sie gelten ausdrücklich nicht für „die Versorgung von Rekonvaleszenten und Kranken, sie sind nicht ausreichend (außer Jod), um entleerte Speicher aufzufüllen, gelten nicht bei Stoffwechsel- und Verdauungskrankheiten ebenso wie für Menschen, die durch Genussgifte (Alkohol und Zigaretten) oder Medikamenteneinnahme belastet sind“.

Für Schwangere und Stillende gelten diese Werte auch nicht. In bestimmten Situationen kann es deshalb jedoch sinnvoll sein, mehr als den empfohlenen Referenzwert einzunehmen. Zwischen dem (Mindest-)Tagesbedarf und der sicheren Höchstgrenze liegt häufig eine sehr große Spanne. Eine ausgewogene Dosierung für verschiedene Bedarfssituationen erfordert viel Fachwissen und Genauigkeit.

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