Entkalken: Zitronensäure, Essig oder professioneller Entkalker?

Entkalken: Zitronensäure, Essig oder professioneller Entkalker?

Wer seine Kaffeemaschine liebt, sollte sie hegen und pflegen. Dazu gehört auch, sie regelmäßig zu entkalken. Auch andere Haushaltsgeräte sowie Armaturen und Oberflächen in Bad und Küche bleiben nicht von Kalkablagerungen verschont. Aber warum ist das eigentlich so und warum ist es so wichtig den Kalk zu entfernen? In dem heutigen Beitrag lesen Sie Interessantes rund um das Thema Kalk. Da darf natürlich auch die Frage nach dem passenden Entkalker nicht fehlen.

Warum verkalken Haushaltsgeräte und Co?

Es gibt einen ganz einfachen Grund, warum Armaturen und Oberflächen in Bad und Küche sowie elektrische Haushaltsgeräte, die mit Wasser in Berührung kommen, immer wieder verkalken. Das Problem sind kalkhaltige Gesteinsschichten, durch die das Regenwasser in das Grundwasser sickert. Genau durch diesen Vorgang gelangt der Kalk in das Leitungswasser, welches durch die Wasserleitung in Ihren Haushalt gelangt.

Warum ist das Entkalken wichtig?

Bei sichtbarem Kalk im Bad oder in der Küche liegt ein Grund ganz klar auf der Hand: die Optik. Schließlich sieht eine glänzende Armatur wesentlich besser aus als eine durch weiße Kalkflecken eher stumpf wirkende. Allerdings machen nicht nur optische Gründe das regelmäßige Entkalken notwendig. Es gibt noch viele weitere Gründe. Einer dieser Gründe ist die Hygiene. Denn an Kalk finden Schmutz sowie Bakterien und Keime halt. Bei elektrischen Geräten kommen noch weitere Aspekte hinzu. Durch Kalkablagerungen steigt der Energieverbrauch der Geräte. Somit freut sich nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihr Sparschwein, wenn Sie Ihre Geräte regelmäßig entkalken. Zudem ist die Lebensdauer der Haushaltsgeräte ein entscheidender Punkt. Denn technische Geräte können durch Kalkablagerungen im schlimmsten Fall sogar ernsthaften Schaden nehmen.

Bei Kaffeemaschinen und bei Kaffeevollautomaten spielt dazu auch die Kaffeequalität eine große Rolle. Denn der Geschmack des Kaffees leidet, wenn sich Kalkablagerungen im Gerät befinden. Dann können nämlich Kalkteilchen aus den Leitungen und der Brühgruppe zusammen mit dem heißen Wasser für Ihren Kaffee direkt mit in die Kaffeetasse gelangen. Dadurch entsteht nicht nur ein bitterer Geschmack. Mit den Kalkteilchen können auch Keime mit in Ihrem Kaffee landen. Sind auch die Heizelemente der Kaffeemaschine verkalkt, kann es zudem passieren, dass der gewünschte heiße Kaffee nur lauwarm aus der Maschine kommt.

Welcher Entkalker ist der passende?

Zum Entkalken gibt es verschiedene Mittel. Dazu gehören professionelle Entkalker, zum Beispiel für die Waschmaschine oder für den Geschirrspüler, und spezielle Kalkreiniger für das Bad oder die Küche. Und natürlich gibt es auch für die bereits erwähnten Kaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten professionelle Entkalker in flüssiger Form oder als Tabletten.

Die Frage, welche Entkalkungsmethode die beste ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Denn es kommt immer darauf an, was entkalkt werden soll. Bei technische Geräten sollten Sie in jedem Fall die Bedienungsanleitung des Gerätes beachten. Denn dort steht normalerweise, welche Mittel zum Entkalken des entsprechenden Gerätes geeignet sind und welche nicht. Ansonsten haben wir hier noch einen kleinen Überblick über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Entkalkungsmittel und deren Anwendungsgebiete.

Zitronensäure für die Kaltentkalkung

Zitronensäure eignet sich sehr gut zur Kaltentkalkung von zum Beispiel Bad-Armaturen oder Kochtöpfen. Im Gegensatz zu Essigsäure greift sie kein Chrom und Kupfer an. Außerdem ist ihr Geruch besser als der von Essigsäure. Zum Heißentkalken von Dampfbügeleisen, Wasserkochern, Kaffeemaschinen und Co. ist Zitronensäure jedoch nicht gut geeignet. Zwar werden die Kalkablagerungen entfernt, allerdings entsteht gleichzeitig durch das Erhitzen von Zitronensäure Calciumcitrat. Dies ist eine klebrige weiße Masse, die sich in dem zu entkalkenden Gerät absetzt.

Mit Essigsäure entkalken

Essigsäure eignet sich im Gegensatz zu Zitronensäure nicht nur zum Kaltentkalken, sondern auch zum Heißentkalken. Sie hat aber den Nachteil, dass sie sehr aggressiv ist. Deshalb ist bei empfindlichen Materialien, wie zum Beispiel Chrom-Armaturen im Badezimmer, Vorsicht geboten. Auch beim Entkalken von Kaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten ist von dieser Variante abzuraten, denn es besteht die Gefahr, dass nicht nur der Kalk entfernt wird, sondern darüber hinaus empfindliche Bauteile der Maschine beschädigt werden. Insbesondere Gummidichtungen und -leitungen werden durch Essigsäure angegriffen und können porös werden. Zudem ist der Geruch von erhitztem Essig nicht besonders angenehm.

Professionelle Entkalker für Kaffeemaschinen und Co.

Auch professionelle Entkalker bzw. Kalkreiniger haben ihre Vor- und Nachteile. Manche belasten sehr stark die Umwelt. Darüber hinaus belasten einige auch das eigene Portemonnaie. Das muss aber nicht immer so sein. Zudem überzeugen sie durch ihre Vorteile. Sie sind in ihrer Anwendung oft sehr viel unkomplizierter als alternative Hausmittel. Da sie in der Regel sofort einsatzbereit sind und nicht erst angemischt werden müssen. Außerdem ist ihre Zusammensetzung speziell auf die zu entkalkenden Geräte, wie zum Beispiel Waschmaschinen oder Kaffeeautomaten, abgestimmt, damit das Material nicht angegriffen wird. Dadurch werden die Geräte geschont. Deshalb empfehlen wir bei elektrischen Geräten im Zweifel immer auf die professionelle Variante zurückzugreifen. Bei Kalkreinigern für Bad und Küche kann unseres Erachtens auch auf die altbewährten Hausmittel zurückgegriffen werden.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss

Auf Armaturen, in Badewanne, Waschbecken und Co. können Sie Kalkablagerungen weitestgehend vermeiden, indem Sie diese immer sofort wieder trockenreiben. Das hat gleichzeitig den positiven Nebeneffekt, dass Ihr Bad bzw. Ihre Küche zu jeder Zeit viel sauberer glänzen. Ansonsten gilt: Warten Sie mit dem Entkalken nicht zu lange, umso einfacher ist es den Kalk wieder zu entfernen.

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