Helfen Magnesiumtabletten gegen Krämpfe?

Helfen Magnesiumtabletten gegen Krämpfe?
[dropshadowbox align=“none“ effect=“none“ width=““ height=““ background_color=“none“ border_width=“0″ border_color=“none“ ][/dropshadowbox]Bei Muskelkrämpfen wird häufig geraten einfach Magnesium einzunehmen. Im allgemeinen ist die Wirkung von Magnesium in Form von Tabletten eher umstritten, da es nicht gut vom Körper absorbiert werden kann. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Magnesium einnehmen sollten und ob es wirklich gegen Muskelkrämpfe wirkt.

Muskelkrämpfe durch Magnesiummangel

In einigen Fällen kann ein Mangel an Magnesium durchaus zu Krämpfen führen. In den meisten Fällen, spielen jedoch andere Faktoren wie beispielsweise eine anstrengende Körperhaltung tagsüber, eine schlechte Durchblutung oder eine Überlastung des Muskels eine Rolle bei Krämpfen.

Wenn Krämpfe während des Trainings oder auch danach auftreten, ist der Grund meist auf eine Ermüdung der Muskeln zurückzuführen. In diesem Fall sollte die Dauer und Intensität des Trainings reduziert werden. Um eine schnelle Linderung der Krämpfe zu schaffen, hilft passives Dehnen.

Tägliche Magnesiumbedarf

Der empfohlene tägliche Bedarf an Magnesium hängt von Alter und Geschlecht ab. Für Männer liegt er bei 350 bis 400 mg/Tag – bei Frauen 300 bis 350 mg/Tag. In der Regel wird dieser Bedarf mit einer gesunden ausgewogenen Ernährung gedeckt. Dennoch leiden etwa 10 Prozent aller Deutschen, die ihr Blut untersucht haben lassen, unter einen akuten Magnesiummangel. Ärzte schätzen den Magnesiummangel aber weitaus höher ein, sie gehen davon aus dass die Dunkelziffer sogar bei 20 bis 40 Prozent liegt. Davon leiden nur 0,1 bis 1 Prozent der Bevölkerung unter einem genetisch bedingten Mangel an Magnesium.

Symptome bei Magnesiummangel

Anzeichen von Magnesiummangel können Nervosität, Herzklopfen, Muskelkrämpfe, Erschöpfungszustände und Kopfschmerzen sein.

Erhöhter Magnesiumbedarf

In bestimmten Lebenssituationen erhöht sich der Bedarf an Magnesium auf 10 bis 20 Prozent.

Dazu zählen Stress über einen längeren Zeitraum, Schwangerschaft und regelmäßiger Sport.

Sportler haben einen erhöhten Stoffwechsel, deshalb benötigen sie mehr Magnesium. Auch durch starkes Schwitzen verliert unser Körper wichtige Nährstoffe. Bei Schwangeren spielen die Hormone eine Rolle. Menschen mit Magnesiummangel reagieren sensibler auf Stresssituationen. Erhöhter Alkohol- oder Kaffeekonsum verschlimmern das Ganze zusätzlich.

Welche Magnesiumpräparate werden empfohlen?

Wir empfehlen Magnesiumpräparate mit organischen Säuren, denn nur diese können richtig vom Körper aufgenommen werden.

Nur Magnesiumpräparate mit organischen Säuren (z.B. mit Citrat, Orotat oder Aspartat) können vom Körper richtig aufgenommen werden. In Apotheken sind sie als Arzneimittel in Form von Granulat, Dragées oder Lutschtabletten erhältlich. Die Wirkung von günstigen Magnesiumtabletten aus dem Drogeriemarkt oder Kaufhaus ist umstritten, da der Hauptbestandteil dieser Präparate meist Magnesiumcarbonat ist, welches nicht gut über den Darm aufgenommen werden kann.

Anwendungsdauer von Magnesiumpräparaten

Eine Studie hat gezeigt, dass eine kurzfristige Gabe von 350 mg Magnesiumcitrat/Tag über 2 Wochen, einen Magnesiummangel nicht beheben kann. Ein Großteil wurde wieder ausgeschieden. Lediglich eine regelmäßige Einnahme von 300 bis 600 mg Magnesium pro Tag, in einem Zeitraum von mindestens 4 Wochen, konnte den Magnesiumspeicher im Körper wieder auffüllen. Menschen mit genetisch bedingtem Magnesiummangel, sind sogar lebenslang auf eine Therapie angewiesen.

Magnesiumreiche Kost

Mit einer gesunden ausgewogenen Ernährung können Sie einen Magnesiummangel vorbeugen. Das in unserer Nahrung enthaltene Magnesium bietet die idealen Voraussetzungen, da es vom Körper gut aufgenommen werden kann.

Wir empfehlen folgende Nahrungsmittel regelmäßig in Ihrem Speiseplan aufzunehmen:

  • Haferflocken
  • Vollkornprodukte
  • Milchprodukte
  • Mineralwasser
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Cashewnüsse
  • Erdnüsse
  • Sesam
  • Geflügel
  • Fisch
  • Leber
  • Blattspinat
  • Kohlrabi
  • Kartoffeln
  • Beerenobst
  • Bananen
  • Orangen

Weitere Tipps für eine gesunde Ernährung und Informationen erhalten Sie in unserem Ratgeber „Wissenswertes über Nährstoffe und Mineralien“.

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