Kaffeevollautomat reinigen: mehr Kaffeegenuss und Hygiene

Kaffeevollautomat reinigen: mehr Kaffeegenuss und Hygiene

Der Moment morgens, wenn einem der Duft von frisch gebrühtem Kaffee in die Nase steigt, macht den Morgen doch gleich noch viel besser – finden Sie nicht auch? Bereits der herrliche Kaffeeduft reicht oft schon aus, um die Lebensgeister in einem zu wecken. Ansonsten tut der Genuss des aromatischen Heißgetränkes sein Übriges, um auch Morgenmuffel aufzuwecken. Aber auch im Laufe eines hektischen Tages kann der Genuss einer leckeren Kaffeespezialität eine kleine und entspannende Auszeit sein. Damit dieser Genuss nicht durch Keime, Kalkablagerungen und im schlimmsten Falle gar Schimmel im Kaffeevollautomaten getrübt wird, ist es wichtig das Gerät mit regelmäßigen Reinigungsmaßnahmen davor zu bewahren. Wie Sie Ihren Kaffeevollautomat reinigen, damit der Kaffeegenuss auch wirklich ein ungetrübter Genuss ist bzw. bleibt, erfahren Sie deshalb in dem folgenden Beitrag.

Gute Gründe dafür, den Kaffeevollautomat zu pflegen

Bevor wir hier auf die einzelnen Reinigungsschritte eingehen, wollen wir uns aber zuerst noch mit dem Thema befassen, warum die Reinigung des Kaffeevollautomaten so wichtig ist. Wie bereits angeklungen spielt hierbei die Hygiene eine große Rolle, aber es gibt noch weitere gute Gründe, das Gerät sorgsam zu pflegen. Aber der Reihe nach…

Hygiene

Logischerweise ist es wichtig, für den besten Kaffeegenuss die Lieblingsbohnen in den Bohnenbehälter des Vollautomaten zu füllen und die präferierte Kaffeestärke sowie die gewünschte Zubereitungsart einzustellen. Für einen unbeschwerten und vor allem keimfreien Kaffeegenuss spielt darüber hinaus aber auch die Hygiene eine große Rolle. Einen hygienischen Zustand erreichen Sie nur, indem Sie den Kaffeevollautomat reinigen – und das regelmäßig und gründlich.

In einem Kaffeevollautomat entstehen regelmäßig Feuchtigkeit und Wärme. Zudem lagern sich Kaffeeöle und Kaffeereste im Gerät ab. Das alles zusammen bietet Bakterien, Schimmel und Co. optimale Bedingungen. Auch die Milcheinheit bietet viel Raum für Bakterien. Wussten Sie, dass sich in einem ungepflegten Vollautomaten genauso viele Keime befinden können wie einem Abfluss? Nicht nur der Gedanke daran ist eklig, auch der Kaffee, der aus solch einer Maschine kommt ist nicht weniger ekelerregend. Denn auch vor ihm machen Schimmelsporen und Bakterien aus der Maschine nicht halt. Was bedeutet, dass Sie diese mit jedem Schluck Kaffee mittrinken. Wer einen empfindlichen Magen hat, kann das auch leicht zu spüren bekommen. Aber auch sonst ist ein solcher Zustand einer Kaffeemaschine gesundheitlich nicht gerade unbedenklich.

Zu der Hygiene hier noch ein kleiner Tipp am Rande: Prüfen Sie, ob die Kaffeeaustrittstemperatur bei Ihrem Kaffeevollautomaten einstellbar ist. Modelle bei denen dies möglich ist, sind häufig standardmäßig auf eine mittlere Temperatur eingestellt, damit der Kaffee sofort eine gute Trinktemperatur hat. Ist das auch bei Ihrem Gerät der Fall, stellen Sie eine hohe Temperatur ein, denn Keime mögen es zwar warm, aber auch nicht zu heiß.

Kaffeequalität

Ein weiterer guter Grund, sich mit dem Kaffeevollautomat reinigen zu befassen, ist auch die Kaffeequalität. Denn auch diese leidet unter einer verdreckten Maschine. Reste von Kaffeeölen werden mit der Zeit ranzig. Die Folge ist, dass der Kaffee nach und nach einen immer bittereren Geschmack bekommt. Der Geschmack kann aber auch unter Kalkablagerungen leiden. Darüber hinaus kann auch die Qualität der Crema durch eine verdreckte Maschine nachlassen. Zudem ist eine ungepflegte Milchschaumeinheit regelmäßig dafür verantwortlich, dass der Milchschaum nicht mehr einwandfrei gelingt.

Lebensdauer der Kaffeemaschine

Aber auch für das Gerät selbst ist es vorteilhaft, den Kaffeevollautomaten regelmäßig zu reinigen und zu entkalken. Eine Sache sind lautere Geräusche, die der Vollautomat gegebenenfalls von sich gibt, wenn er verkalkt. Das andere ist, dass auch die Leistung beeinträchtigt sein kann. Zudem können Düsen verstopfen, Leitungen Schaden nehmen und im Ergebnis sogar das gesamte Gerät kaputt gehen. Im Umkehrschluss können Sie die Lebensdauer Ihres Vollautomaten verlängern, indem Sie den Kaffeevollautomat reinigen.

Kaffeevollautomat reinigen: detaillierte Anleitung

Wenn Sie Ihren Kaffeevollautomat reinigen, ist es mit der Beseitigung von Fingerabdrücken und Co. am Gehäuse nicht getan. Für eine schöne Optik ist das natürlich auch wichtig, aber in Sachen Hygiene ist noch etwas mehr zu tun. Dazu gehört unter anderem das Putzen des Wassertanks, der Milcheinheit, der Brühgruppe, der Abtropfschale und des Tresterbehälters sowie das Entkalken. Wie Sie im einzelnen dabei vorgehen, lesen Sie wie folgt.

Wassertank sauber halten

Wenn Sie Ihren Kaffeevollautomat reinigen, sollten Sie den Wassertank nicht vergessen. Am späten Nachmittag oder Abend, je nachdem, wann Sie Ihren letzten Kaffee zubereitet haben, schütten Sie dafür das restliche Wasser aus dem Tank und spülen ihn aus. Dann trocknen Sie den Wasserbehälter ab und lassen in offen stehen, damit auch noch der letzte Rest an Feuchtigkeit verschwindet. Am nächsten Morgen füllen Sie den Tank dann wieder mit frischem Wasser und setzen Ihn in die Maschine ein, um sich Ihren morgendlichen Wachmacher auf Knopfdruck zubereiten zu lassen.

Warum das Wasser nicht im Wassertank bleiben sollte? Weil dadurch Kalkablagerungen entstehen können, die wiederum einen Nährboden für allerlei Mikroorganismen bilden. Zudem ist auch eine Algenbildung möglich – vor allem dann, wenn die Maschine mit dem vollen Wassertank über einen längeren Zeitraum in der Sonne steht. Optimal ist es deshalb, wenn Sie den Vollautomaten nicht so hinstellen, dass der Wassertank durch das Küchenfenster der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Abtropfschale und Tresterbehälter reinigen

Auch die Abtropfschale und den Tresterbehälter sollten Sie täglich reinigen und nicht erst warten, bis sich der Vollautomat meldet. Das hat den Vorteil, dass die Maschine nicht gerade dann meckert und saubergemacht werden will, wenn Sie sich schnell mal eben zwischendurch einen Kaffee machen wollen. Und schließlich lassen Sie auch in einer herkömmlichen Kaffeemaschine die Filtertüte mit dem Kaffeesatz nicht ewig in der Maschine, sondern entsorgen diese zeitnah.

Wenn Sie den Wassertank leeren, entnehmen Sie bei der Gelegenheit auch gleich die Abtropfschale mit dem Tresterbehälter, um beide zunächst zu leeren und dann zu reinigen. Nach dem Abtrocknen schieben Sie auch diese nicht wieder sofort in das Gerät, sondern lassen diese ebenfalls optimalerweise über Nacht trocknen. Morgens schieben Sie dann beides wieder in das Gerät.

Kaffeereste aus dem Gehäuse entfernen

Bei der Gelegenheit können Sie dann auch gleich grobe Kaffeesatzreste aus dem Gehäuse entfernen – vorausgesetzt Ihr Kaffeevollautomat verfügt über eine herausnehmbare Brühgruppe.

Milchsystem reinigen

Ist leckerer Milchschaum mit im Spiel bzw. in der Tasse, heißt es: Milchsystem reinigen.

Milchsystem reinigen

Nach jeder Zubereitung eines Getränkes mit Milch ist die Spülung des Milchsystems notwendig. Viele Geräte zeigen dies auch an bzw. verlangen danach. Bei der Milchsystemspülung werden die Düse und der Schlauch mit heißem Wasser und Dampf durchgespült und auf diese Weise gereinigt. Nach dem letzten Cappuccino, Café Latte oder einer anderen Kaffeespezialität mit Milch für den Tag, ist dann die Milchsystemreinigung an der Reihe. Dafür wird eine bestimmte Menge zum Beispiel von unserem AmbiClean Milchschaumreiniger zusammen mit Wasser in einen Behälter gegeben. Dann wird der Milchschlauch in den Behälter gesteckt und dann das Programm für die Milchsystemreinigung gestartet. Im Anschluss bauen Sie die Milchschaumeinheit auseinander, um die restliche Reinigung durchzuführen. Werfen Sie dazu unbedingt einen Blick in die Bedienungsanleitung. Gegebenenfalls können Sie die einzelnen Teile auch in eine Lösung aus dem AmbiClean Milchschaumreiniger und Wasser legen, um hartnäckige Milchreste zu lösen.

Verfügt Ihre Maschine statt über einen Cappuccinatore über eine Milchlanze bzw. Dampflanze, reinigen Sie diese nach jedem zubereiteten Getränk mit aufgeschäumter Milch mithilfe eines kurzen Dampfstoßes. Dadurch werden die in der Düse verbliebenen Milchreste quasi herausgepustet. Anschließend wischen Sie mit einem sauberen leicht feuchten Tuch die Milchlanze ab. Einmal täglich nach dem letzten Mal Milchaufschäumen, bauen Sie die Lanze ab und weichen diese in einer Lösung aus AmbiClean Milchschaumreiniger und Wasser ein.

Brühgruppe abspülen

Besitzen Sie einen Kaffeevollautomat mit herausnehmbarer Brühgruppe, ist es ratsam diese etwa einmal in der Woche aus dem Gerät zu nehmen und unter fließendem Wasser abzuspülen, um Kaffeemehlreste zu entfernen. In diesem Fall hilft viel nicht viel, weshalb Sie die Brühgruppe nicht täglich abspülen sollten. Denn dadurch würde das System wiederum zu sehr entfettet werden. Einmal die Woche reicht hier also vollkommen aus. Wichtig ist auch, dass Sie lediglich klares Wasser ohne Reinigungsmittel verwenden. Die abgespülte Brühgruppe lassen Sie dann außerhalb der Maschine am besten über Nacht an der Luft trocknen, um Sie danach im trockenen Zustand wieder in den Kaffeevollautomat einzusetzen.

Mit Reinigungstabletten Kaffeevollautomat reinigen

Reinigungstabletten Kaffeevollautomat

Kaffeevollautomat reinigen mit den AmbiClean Reinigungstabletten.

Um noch weitere Stellen im Gerät, an die Sie bei der täglichen Reinigung nicht herankommen, wie zum Beispiel Siebe, die ansonsten durch Kaffeefette verstopft werden könnten, zu reinigen, lassen Sie nach etwa 40 bis 50 Tassen Kaffee das integrierte Reinigungsprogramm mit einem speziellen Reiniger laufen. Weitere Informationen dazu finden Sie in Ihrer Betriebsanleitung. Als Reiniger eignen sich unsere AmbiClean Reinigungstabletten, welche die Verunreinigungen durch Kaffeeöle und -fette auflösen. Falls Ihr Kaffeevollautomat über kein integriertes Reinigungsprogramm verfügt, gibt Ihnen die Bedienungsanleitung ebenfalls Auskunft darüber, wie Sie stattdessen Ihren Kaffeevollautomat reinigen.

In dem folgenden Video sehen Sie die Anwendung unserer AmbiClean Reinigungstabletten am Beispiel einer Jura Z6:

Bohnenbehälter trocken ausreiben

Bei dem Bohnenbehälter ist es wichtig, dass Sie diesen nicht nur immer wieder auffüllen, wenn er sich geleert hat. Von Zeit zu Zeit sollten Sie diesen auch einmal mit einem trockenen weichen Lappen ausreiben. Da sich auch dort Kaffeeöle und andere Rückstände absetzen, die mit der Zeit ranzig werden, was wiederum negative Auswirkungen auf den Kaffeegeschmack haben kann.

Gehäuse von außen säubern

Natürlich soll der Kaffeevollautomat auch von außen strahlen und glänzen. Denn dann macht es doch gleich viel mehr Spaß ihn zu benutzen und mal ehrlich, ein sauberer Kaffeevollautomat macht in Ihrer Küche auch gleich noch viel mehr her. Wischen Sie deshalb Verschmutzungen, wie zum Beispiel Kaffee- oder Milchspritzer, Fingerabdrücke und Staub, bei Bedarf weg. In der Regel eignet sich hierfür ein feuchtes weiches Tuch. Vorher sollten Sie allerdings die Maschine ausschalten und gegebenenfalls auch vom Strom trennen.

Kaffeevollautomaten entkalken

In der Regel melden sich die Kaffeevollautomaten, wenn Sie entkalkt werden wollen bzw. ein Entkalken notwendig ist. Zum Entkalken verwenden Sie am besten einen professionellen Entkalker, wie zum Beispiel unseren AmbiClean Natürlicher Flüssig-Entkalker oder unsere AmbiClean Entkalkungstabletten.

Hausmittel, wie Zitronensäure oder Essig, eignen sich eher weniger zum Entkalken von Kaffeemaschinen. In anderen Bereichen können Sie mit diesen zwar gute Ergebnisse erzielen, aber der Vollautomat verträgt diese Mittel nicht. Bei der Zitronensäure liegt das Problem beim Erhitzen. Denn die Entkalkungsprogramme arbeiten mit dem Prinzip der Heißentkalkung und genau da liegt der Schwachpunkt der Zitronensäure. Wird diese erhitzt, bildet sich eine weiße klebrige Maße (Calciumcitrat), welche sich in der Maschine absetzt. Beim Essig ist nicht das Erhitzen das Problem. Dieser ist jedoch sehr aggressiv, sodass die Gefahr besteht, dass Gummileitungen, Dichtungen oder andere empfindliche Bauteile beschädigt werden.

Bevor Sie mit dem Entkalken loslegen, werfen Sie zunächst einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes, denn dort finden Sie eine genaue Anleitung, wie Sie den Kaffeevollautomat entkalken. In den meisten Fällen geben Sie das Entkalkungsmittel mit einer bestimmten Menge Wasser in den Wassertank der Maschine, um dann das Entkalkerprogramm zu starten. Vergessen Sie aber nicht vorher ein ausreichend großes Behältnis unter den Kaffeeauslass zu stellen, um die Flüssigkeit aufzufangen. Im Anschluss an das eigentliche Entkalken muss der Wassertank noch um die zwei- bis dreimal mit frischem Wasser gefüllt und das Gerät damit durchgespült werden.

Überholung und Wartung durch den Fachmann?

Bei sehr hochwertigen und hochpreisigen Maschinen gibt es zudem die Möglichkeit, die Kaffeevollautomaten in einem Fachbetrieb warten und überholen zu lassen. Bei der Wartung durch einen Fachmann werden dann auch Stellen gereinigt, an die Sie selbst gar nicht herankommen. Zudem werden bei Bedarf auch poröse Dichtungen oder Leitungen ersetzt, bevor Sie einen Schaden in dem Gerät verursachen.

Es lohnt sich!

Für den einen oder anderen mag das Kaffeevollautomat reinigen etwas kompliziert und zeitaufwendig klingen. Aber es lohnt sich aus den bereits genannten Gründen, wenn Sie Ihren Kaffeevollautomaten reinigen und kompliziert ist es eigentlich auch gar nicht. Denn hat man die einzelnen Reinigungsschritte erst einmal verinnerlicht und damit angefangen, diese regelmäßig durchzuführen, werden sie ganz schnell zur Routine, so wie zum Beispiel das tägliche Zähneputzen. Und das beste an der regelmäßigen Reinigung des Kaffeevollautomaten ist, dass er dann zu jeder Zeit schnell einsatzbereit ist und Ihnen auf Knopfdruck eine leckere Kaffeespezialität zubereitet. Genießen Sie in solchen Momenten, wie sich der herrliche Duft von frischem Kaffee ausbreitet. Und werden Sie sich Ihrer Vorfreude auf den ersten und jeden weiteren Schluck des frisch zubereiteten Kaffeegetränkes bewusst.

Bildnachweis: Titelbild © leszekglasner – Fotolia.com

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