Wäsche bleichen: wieder strahlend weiße Wäsche

Wäsche bleichen: wieder strahlend weiße Wäsche

Weiß ist die Farbe der Reinheit. Blöderweise halten sich frisch gewaschene weiße Tischdecken und Kleidungsstücke, sobald man sie aufgelegt bzw. angezogen hat, oft nicht daran. Denn die weißen Textilien ziehen Flecken, die auch nicht immer mit der nächsten Wäsche verschwinden, fast magisch an. Zudem bilden sich meist mit der Zeit ein Grauschleier durch häufiges Waschen und gelbliche Verfärbungen durch die Verwendung von Deo sowie Parfum. Die Lösung heißt in solchen Fällen: Wäsche bleichen. Zu diesem Zweck gibt es chemische Produkte, aber auch natürliche Alternativen bzw. Hausmittel. Lesen Sie in diesem Artikel mehr darüber, wie Sie Ihre Wäsche bleichen sowie Flecken, Grauschleier und Co. vorbeugen.

Welche Mittel eigenen sich zum Bleichen von weißer Wäsche

Es gibt viele verschiedene Mittel, mit denen Sie Ihre weiße Wäsche bleichen können. Im Folgenden stellen wir Ihnen ein paar Varianten vor.

Wäsche bleichen mit Chlor

Vielen ist das Bleichen mit Chlor bekannt. Ohne Frage wirkt Chlor sehr effektiv und ist einfach sowie schnell in der Anwendung. Allerdings stellt dieses chemische Mittel auf der anderen Seite auch eine Belastung für die Umwelt und für die Gesundheit dar. Zudem riecht es unangenehm. Hinzu kommt, dass nicht alle Textilien eine Behandlung mit dem aggressiven Chlor vertragen. Wäsche aus Polyester oder einem Polyester-Baumwolle-Gemisch reagiert zum Beispiel in der Regel mit einer gelblichen Verfärbung. Bei anderen Materialien kann es passieren, dass diese hinterher dünne Stellen oder gar Löcher aufweisen. Sind auf der zu bleichenden Wäsche Applikationen oder Metallknöpfe angebracht, überstehen diese die Bleiche mit Chlor unter Umständen nicht unbeschadet.

Hausmittel ohne Chlor

Möchten Sie Ihre weiße Wäsche mit einem natürlichen bzw. weniger aggressiven Mittel als Chlor bleichen, dann greifen Sie zu einer der folgenden Methoden. Neben ihrer besseren Umweltverträglichkeit sind sie nicht nur unbedenklicher für die Gesundheit, sondern haben auch noch weitere Vorteile. Häufig sind die benötigten „Zutaten“ bereits im Haushalt vorhanden und zudem sind sie recht kostengünstig. Hier schon einmal ein kurzer Überblick über die Alternativen zu Chlor:

  • weißer Essig
  • Natron
  • Zitrone
  • Milch
  • Wasserstoffperoxid.

Die Allzweckwaffe: weißer Essig

Essig ist eine wahre Allzweckwaffe. In der Küche verleiht er dem Essen, zum Beispiel im Salatdressing, die richtige Würze. Darüber hinaus kann der Essig aufgrund seiner reinigenden und desinfizierenden Wirkung auch für den Wohnungsputz eingesetzt werden. Und sogar aus der Wäsche beseitigt Essig Flecken und Schmutz. Dabei greift er den Stoff nicht an und hat sogar noch einen weiteren tollen Vorteil. Er macht die weiße Wäsche nicht nur wieder strahlend weiß, sondern auch weich, sodass auf die Zugabe von chemischen Weichspülern verzichtet werden kann.

Wichtig ist, dass Sie weißen Essig verwenden, wenn Sie Ihre weiße Wäsche bleichen wollen. Davon geben Sie etwa eine halbe bis zu einer ganzen Tasse zu dem Waschmittel und waschen die Wäsche wie sonst auch. Hartnäckige Flecken können Sie vorher auch direkt mit dem Essig vorbehandeln bzw. einweichen.

Nicht nur zum Backen: Natron

Natron wird in vielen Haushalten als Backtriebmittel verwendet. Es eignet sich aber auch dazu, weiße Wäsche wieder sauber zu bekommen und zum Strahlen zu bringen. Geben Sie einfach eine Tasse Natron mit dem Waschmittel in Ihre Waschmaschine und starten Sie den Waschvorgang. Bei besonders hartnäckigen Flecken lohnt sich eine Vorbehandlung mit einer Mischung aus Natron und Zitronensaft. Nicht ohne Grund löst man das Natron in Zitronensaft und nicht einfach nur in Wasser auf. Aber dazu mehr im nächsten Absatz…

Sauer macht lustig und weiß: Zitrone

Zitronen machen aufgrund ihrer Säure nicht nur lustig, sondern dienen auch als natürliche Fleckenentferner. In dieser Funktion verhelfen Sie auch weißer Wäsche wieder zu einem perfekten Weiß. Zum Bleichen von weißer Kochwäsche füllen Sie einen großen Topf mit Wasser und Zitronenscheiben. Dann bringen Sie den Inhalt des Topfes zum Kochen. Weichen Sie nun die Wäsche darin eine Stunde ein. Im Anschluss waschen Sie die Wäsche ganz normal in Ihrer Waschmaschine.

Nicht nur Kleopatra badet darin: Milch

Kleopatra badete in Milch um Ihre Haut zu pflegen. Empfindlichem weißen Gewebe tut ein Bad in Milch ebenfalls gut, damit das Weiß wieder leuchtet. Einziger Unterschied Kleopatra badete der Überlieferung nach in Eselsmilch, Ihre Wäsche weichen Sie zum Bleichen für mehrere Stunden in Kuhmilch ein. Danach spülen Sie die Wäsche gut aus.

Kein Blondinen-Witz: Wäsche bleichen mit Wasserstoffperoxid

Blondinen, die bei Ihrer Haarfarbe nachgeholfen haben, kennen Wasserstoffperoxid vom Bleichen der Haare. Was mit den Haaren geht, funktioniert auch bei weißer Wäsche, die angegraut oder fleckig ist. Auch in Bleichmitteln aus dem Supermarkt ist oftmals Wasserstoffperoxid enthalten, beworben werden diese Produkte oft mit der Bezeichnung „Aktiv-Sauerstoff“. Wasserstoffperoxid ist weniger aggressiv als Chlor, aber kann in höheren Dosierungen auch zu Verätzungen führen. Deshalb sollte es in einer Konzentration von 3 Prozent verwendet werden. In dieser Konzentration wird Wasserstoffperoxid auch zum Desinfizieren benutzt. Um Ihre Wäsche zu bleichen, geben Sie eine halbe Tasse dieser Konzentration zu Ihrem Waschmittel und starten die Waschmaschine. Hartnäckige Flecken können Sie auch direkt mit Wasserstoffperoxid behandeln.

Was funktioniert besser?

Welches der vorgestellten Mittel sich am besten eignet, um Wäsche zu bleichen, kann pauschal nicht gesagt werden. Denn es kommt dabei auf viele verschiedene Faktoren an. Eine Rolle spielen dabei unter anderem das Material der Textilien und die Art der Verschmutzung bzw. Verfärbung. Zudem ist es auch ein bisschen eine Geschmackssache. Am besten ist es, Sie fangen mit einem natürlichen Mittel an und steigern sich dann gegebenenfalls.

In der Sonne Wäsche bleichen

Wäsche bleichen Sonne

Da strahlt auch die weiße Wäsche!

Eine weitere Möglichkeit, Wäsche zu bleichen, ist es, Sie in die Sonnen zu hängen. Wer schon einmal bunte Wäsche zu lange zum Trocknen in der prallen Sonne hängen gelassen hat, wird unter Umständen bereits mit diesem Phänomen Bekanntschaft gemacht haben, sich aber eher weniger darüber gefreut haben. Denn möglicherweise sind die Farben verblasst. Bei weißer Wäsche kann man sich den Bleicheffekt der Sonne aber zu Nutze machen.

Hängen Sie zum Beispiel eine weiße Tischdecke nach dem Waschen zum Trocken in die Sonne, wenn nicht alle Flecken, zum Beispiel von Tomatensauce, Rotwein, Karotten und Co., beseitigt wurden. Bei einem Grauschleier, der nach einiger Zeit und mehrmaligem Waschen entstehen kann, funktioniert dieser Trick allerdings weniger. Denn ein solcher entsteht auch durch fetthaltigen Schmutz, den das Sonnenlicht nicht auflöst.

Kleiner Tipp am Rande: Dieser Trick eignet sich auch für weiße oder transparente Kunststoffdosen, die sich in der Spülmaschine verfärbt haben.

Wie bleibt die weiße Wäsche weiß?

Es muss aber gar nicht immer erst soweit kommen, dass Sie Ihre Wäsche bleichen müssen, um Sie wieder strahlend sauber zu bekommen. Mit den richtigen Maßnahmen verhindern Sie bereits im Vorwege, dass weiße Wäsche vergilbt, einen Grauschleier oder Flecken bekommt.

Waschen Sie weiße Wäsche immer separat – auch nicht zusammen mit anderen hellen Textilien, die nicht weiß sind. Auch wenn Letztere nicht färben, können Sie zu einem Grauschleier auf der weißen Wäsche beitragen. Benutzen Sie ein zum Waschen Vollwaschmittel mit Bleichmitteln sowie optischen Aufhellern, wenn Sie weiße Wäsche waschen, und achten Sie immer auf die richtige Dosierung, um einem Grauschleier und dem Vergilben vorzubeugen. Zudem sollten Sie auf Qualität in Sachen Waschmittel und gegebenenfalls Weichspüler setzen. Denn auch die Verwendung von minderwertigen Produkten kann die Entstehung eines Grauschleiers unterstützen bzw. beschleunigen. Empfehlenswert ist es auch, weiße Wäsche wegen des Bleicheffekts immer an der Sonne zu trocknen.

Wenn Sie weiße Kleidung tragen, achten Sie darauf, wenig Parfum zu benutzen oder es zumindest nicht direkt auf die Kleidung zu sprühen, da sonst gelbliche Flecken drohen. Gleiches gilt für Deo oder Sie verwenden spezielle Deos, die keine gelben Flecken herbeiführen. Bei Tischdecken hilft es natürlich, weniger zu kleckern. Aber wer kennt das nicht, die ganze Zeit kleckert keiner und kaum ist die frische Tischdecke auf dem Tisch, geht es los. Abhilfe schaffen können Tischsets, die Sie an die gefährdetsten Stellen auf dem Tisch bzw. der Tischdecke legen – insbesondere, wenn Speisen mit stark färbenden Lebensmitteln, wie zum Beispiel Rote Bete, Tomatensauce und Co., auf den Tisch kommen. Sollte doch ein Malheur passieren, behandeln Sie die Flecken möglichst sofort, damit Sie später nicht die Wäsche bleichen müssen.

Verfärbte Wäsche bleichen?

Bisher ging es um das Bleichen weißer Wäsche, wenn nach der Wäsche Flecken zurückgeblieben sind oder der typische Grauschleier und Co. beseitigt werden sollen. Eine ganz andere Frage, auf die hier abschließend noch kurz eingegangen werden soll, ist: Was tun, wenn die Wäsche verfärbt ist, zum Beispiel weil die rote Socke mit in der Maschine voll weißer Wäsche gelandet ist?

verfärbte Wäsche bleichen

Was tun bei weißer verfärbter Wäsche?

Bei verfärbter weißer Wäsche versuchen Sie es mit den oben genannten Bleichmitteln oder einem speziellen Entfärber aus dem Handel. Ein anderes Thema ist verfärbte Buntwäsche. Auch diese kann durch ein andersfarbiges Wäschestück, das beim Waschen ausblutet, verfärbt werden. In solchen Fällen ist in Sachen Wäsche bleichen allerdings Vorsicht geboten. Wenn Sie bunte Wäsche mit Bleichmitteln entfärben, kann es passieren, dass auch die Originalfarbe ausbleicht. Im Handel gibt es spezielle Entfärber für Buntwäsche, mit denen Sie es probieren können. Besser ist es aber vorzubeugen: Sortieren Sie Ihre Wäsche gründlich. Zudem gibt es auch spezielle Farbauffangtücher, die während des Waschens mit in die Waschmaschinentrommel gegeben werden, damit die Wäsche nicht verfärbt.

Bildnachweise:
Titelbild © ykordik – Fotolia.com;
Bild mit verfärbter Wäsche in Waschmaschine © fotohillmann – Fotolia.com

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