Wildleder reinigen und pflegen: Bewahren Sie die samtige Oberfläche!

Wildleder reinigen und pflegen: Bewahren Sie die samtige Oberfläche!

Wildleder reinigen und pflegen: Bewahren Sie die samtige Oberfläche!

Freuen Sie sich auch, wenn Sie ein neues Paar Schuhe in Ihren Schuhschrank stellen oder ein neues Kleidungsstück in Ihren Kleiderschrank hängen? Und ist es nicht ein schöner Moment, sie das erste Mal auszuführen. Weniger schön ist es, wenn sie wegen zu wenig Pflege bereits nach einer kurzen Zeit nicht mehr gut aussehen und man den Stücken ansieht, dass sie nicht mehr neu sind. Insbesondere bei Wildleder ist sehr schnell ein Unterschied zwischen neu und gebraucht erkennbar, wenn das Material nicht richtig gepflegt wird. Dann ist die Oberfläche nicht mehr samtig und angenehm weich, sondern weist verdreckte und speckige Stellen auf. Unter Umständen wird das Wildleder auch brüchig und die Farben verblassen. Damit das nicht passiert, erfahren Sie in dem folgenden Beitrag, wie Sie Wildleder reinigen und pflegen, damit es auch nach längerer Zeit seine weiche Struktur behält und die Farben leuchten wie am ersten Tag.

Wildleder, Veloursleder, Nubukleder: Was ist was?

Bevor es um die Wildlederreinigung und -pflege geht, stellt sich zunächst die Frage, was man gemeinhin unter Wildleder versteht. Wildleder ist genau wie Veloursleder und Nubukleder eine Raulederart. Wie sich die drei Lederarten unterscheiden, welche Gemeinsamkeiten Sie haben und wofür Sie verwendet werden, erfahren Sie in den folgenden Absätzen.

Wildleder

Wildleder ist ein Rauleder, also ein Leder mit einer aufgerauten Oberfläche, das von Wildtieren, wie zum Beispiel Hirschen, Elchen, Rentieren, Kängurus und Elchen, stammt. Das glatte Leder von diesen Wildtieren wird hingegen nicht als Wildleder bezeichnet. Verwendet wird Wildleder vorwiegend für Schuhe, Taschen und Bekleidung.

Veloursleder

Veloursleder reinigen

Veloursleder wird zum Beispiel auch bei Arbeitshandschuhen verarbeitet.

Bei Veloursleder wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Leder unterschieden. Die eine Variante ist die nach unten weg gespaltene Lederhaut, die beim Zerlegen der Haut bzw. des Felles in mehrere Schichten gewonnen wird. Dieses auch Spaltleder genannte Rauleder hat auf beiden Seiten eine velourige Oberfläche. Außerdem wird auch die nach außen verarbeitete, unbeschichtete Rückseite eines Glattleders sowie eines Kuhfells oder Lammfells als Verloursleder bezeichnet. Veloursleder hat eine angenehm weiche Oberfläche und ist sehr anschmiegsam. Wegen dieser Eigenschaften wird es für Kleidung, Taschen und Polstermöbel verwendet. Sehr häufig findet man Veloursleder aber auch an Turnschuhen und Arbeitshandschuhen. Das Spaltleder ist nicht so stabil und deshalb nicht so langlebig wie zum Beispiel Glattleder oder Nappaleder.

Nubukleder

Nubukleder fühlt sich besonders weich an und hat einen feineren Flor als Veloursleder. Seine samtige Oberfläche erhält dieses Leder dadurch, dass die glatte Narbenseite (die vom Fleisch abgewandte Seite oder auch Haarseite) des Leders mit einem Schleifmittel sehr stark angeschliffen wird. In der Regel wird das Leder von Rindern und Kälbern zu Nubukleder weiterverarbeitet. Teilweise wird aber auch Hirsch, Ziegen- oder Schafsleder verwendet. Nubukleder wird genau wie das „echte“ Wildleder bei Schuhen, Handtaschen und Bekleidung verarbeitet. Darüber hinaus wird es auch bei Polstermöbeln eingesetzt. Der Nachteil von Nubukleder ist, dass es sehr empfindlich gegenüber Schmutz ist und schnell speckig aussehen kann, wenn es nicht richtig gepflegt wird. Zudem ist es empfindlich gegenüber UV-Strahlun und bleicht im Sonnenlicht schnell aus.

Wildleder als Synonym für Rauleder

Im Volksmund wird der Begriff „Wildleder“ aber auch für andere Ledersorten mit einer aufgerauten Oberfläche verwendet. Die Bezeichnung wird deshalb auch für Rauleder, die vom Rind, Schwein, Schaf oder Lamm stammen, sowie Veloursleder und Nubukleder benutzt. Das ist zwar streng genommen nicht ganz richtig, aber um es nicht zu kompliziert zu machen, schließen wir uns dem hier an und benutzen im Folgenden den Begriff „Wildleder“ ebenfalls als Synonym für verschiedene Rauleder. Wenn es also um Themen wie „Wildleder reinigen“ und „Wildleder pflegen“ geht, ist damit auch die Reinigung und Pflege anderer Rauleder umfasst.

Vor der Pflege Wildleder reinigen

Vor der Wildlederpflege sollten Sie das Wildleder reinigen. Wie Sie dabei vorgehen, hängt davon ab, wie verschmutzt das Wildleder ist. In den folgenden Absätzen erfahren Sie, wie Sie Wildleder reinigen, wenn es leicht oder stark verschmutzt ist und wie Sie vorgehen, wenn sich Flecken auf dem Wildleder befinden. Eines ist dabei besonders wichtig, wenn Sie neben Bürste und gegebenenfalls etwas Wasser zu Reinigungsmitteln greifen, muss es sich dabei um spezielle Reinigungsmittel handeln, mit denen man Wildleder reinigen kann. Ansonsten kann das Material beschädigt werden.

Leichte Verschmutzungen einfach abbürsten

Ist das Wildleder nur leicht verschmutzt, zum Beispiel durch Staub oder insbesondere bei Wildlederschuhen durch leichten Straßendreck, bürsten Sie die Schuhe einfach mit einer Wildlederbürste im trockenen Zustand ab.

Wildleder bürsten

Zum Abbürsten von Wildleder gibt es spezielle Wildlederbürsten.

Wildleder feucht reinigen bei starker Verschmutzung

Bei einem stärkeren Grad der Verschmutzung nehmen Sie neben der Schmutzbürste noch Wasser zu Hilfe und bürsten das Wildleder kräftig feucht ab – und zwar die komplette Fläche. Bei einer nur punktuellen Reinigung mit Wasser können Wasserränder oder Wasserflecken entstehen. Zudem kann es zu Farbabweichungen kommen. Gegebenenfalls greifen Sie auch zu einer etwas härteren Gummibürste und zu einem speziellen Reinigungsmittel für Wildleder. Diese werden häufig mit einem Schwämmchen aufgetragen. Ganz wichtig ist im Anschluss, dass Sie dem Wildleder nach dem Reinigen Zeit lassen, wieder zu trocknen – und das in keinem Fall in der Nähe einer Heizung. Kleidungsstücke aus Wildleder sollten Sie feucht in Form ziehen und leicht aufspannen. Schuhe und Taschen sollten Sie mit etwas Zeitungspapier ausstopfen, damit sie die Form halten. Denn Leder zieht ich beim Trocknen zusammen. Das gilt auch, wenn Wildleder aus anderen Gründen durchfeuchtet ist.

Wildleder reinigen bei Flecken

Befinden sich Flecken auf dem Wildleder, beseitigen Sie diese entweder ganz vorsichtig mit etwas Schmirgelpapier oder besorgen sich ein spezielles Reinigungsmittel für Wildleder und benutzen dieses, wie es auf der Verpackung erklärt ist. Bei der Variante mit dem Schmirgelpapier müssen Sie allerdings aufpassen, dass Sie das Wildleder nicht beschädigen.

Nach dem Reinigen ist die Wildlederpflege dran

Ist das Wildleder sauber, sollten Sie es im Anschluss entsprechend pflegen, damit es weich bleibt und gepflegt aussieht. Eines vorab zu diesem Thema: bei Pflegemitteln für Wildleder gilt der Spruch „Viel hilft viel.“ grundsätzlich nicht – jedenfalls nicht im Hinblick auf einen einmaligen Pflegeauftrag. Besser ist es das Mittel bei Härtefällen mehrmals zu verwenden, als es einmal zu dick aufzutragen.

Aufrauen ist da A und O

Bevor Sie Pflege- oder Imprägniermittel anwenden, rauen Sie die Oberfläche des Wildleders mithilfe einer dafür geeigneten Bürste wieder auf – soweit Sie dies nicht bereits beim Wildleder reinigen getan haben. Das ist wichtig, damit das Material wieder samtig und nicht speckig wird. Außerdem können Pflegemittel und Imprägniermittel auf der angerauten Oberfläche viel besser wirken. Bereits vorhandene speckige Stellen, die sich mit der Bürste nicht wieder aufrauen lassen, bearbeiten Sie vorsichtig mit etwas Schmirgelpapier. Mit dem Schmirgelpapier dürfen Sie nicht zu viel Druck ausüben, damit Sie das Wildleder nicht beschädigen.

Bei Bedarf Pflege auftragen und Farbe auffrischen

Damit das Leder geschmeidig und dessen Farbe frisch bleibt, verwenden Sie am besten spezielle Pflegemittel für Wildleder. Benutzen Sie in keinem Fall Produkte, die Fett oder Wachs enthalten. Diese verkleben ansonsten die feinen Härchen des Wildleders. Zudem ist es äußerst schwierig sie auf der rauen Wildlederoberfläche zu verteilen. Normalerweise werden die Pflegemittel als Schaum, Spray oder Lotion angeboten. Die Pflegemittel gibt es in der Regel als farblose Variante für alle Wildlederfarben oder auch als Farbpflegemittel in verschiedenen Farbtönen. Bei Letzteren sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der Farbton passt, da die Mittel lediglich zur Auffrischung des eigentlichen Farbtons dienen und nicht deckend sind. Nach dem Auftrag des Pflegeproduktes sollten Sie die Oberfläche des Wildleders gegebenenfalls noch einmal aufrauen.

Wildleder imprägnieren als Schutz vor Schmutz, Feuchtigkeit und Co.

Zusätzlich ist es wichtig, dass Wildleder zu imprägnieren, um das Material vor dem Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen. Dafür sprühen Sie die Oberfläche des Wildleders mit einem speziellen Imprägnierspray ein und lassen das Ganze vollständig trocknen. Insbesondere Schuhe aus Wildleder sollten Sie bereits vor dem ersten Tragen mit einem Imprägnierspray behandeln. Danach sollten Sie den Vorgang in regelmäßigen Abständen wiederholen, da der Schutz mit der Zeit nachlässt. Auf jeden Fall sollten Sie Wildleder auch nach dem Reinigen und Pflegen erneut imprägnieren.

Imprägnierspray

Probieren Sie unser neues AmbiClean Lotus Protect Imprägnierspray mit Lotuseffekt. Es lässt Wasser, Öl und Schmutz von Wildleder und Co. abperlen.

Auch beim Imprägniermittel ist es wichtig, dass es für Wildleder verwendet werden darf. Gut geeignet und besonders hochwertig ist unser neues AmbiClean Lotus Protect Imprägnierspray. Das Imprägnierspray von AmbiClean ist für Textilien und Wildleder geeignet. Auch hier ist der Begriff „Wildleder“ im weiteren Sinne gemeint, sodass es auch für Veloursleder, Nubukleder und Co. verwendet werden kann. Wichtig ist im Grunde nur, dass es sich um eine raue Oberfläche handelt, damit das Spray halt findet und an der Materialoberfläche haften bleibt. Da das Spray farblos ist, ist auch die Farbe des zu schützenden Wildleders egal.

Angewendet wird das AmbiClean Lotus Protect Imprägnierspray wie andere Imprägniersprays auch. Besonders am AmbiClean Lotus Protect Imprägniersprays ist der Lotuseffekt, der dazu führt, dass Wasser, Öl und Schmutz von der Oberfläche des behandelten Wildleders einfach abperlen. Dadurch kommt es zu deutlich weniger Neuverschmutzungen. Darüber hinaus verfügt das Imprägnierspray von AmbiClean noch über viele weitere positive Eigenschaften. Das in Deutschland hergestellte Spray ist umweltfreundlich, ungiftig und frei von chemischen Inhaltsstoffen sowie Silikonen. Zudem enthält es keinerlei Harze oder Klebstoffe und ist geruchsneutral. Außerdem bietet es einen Langzeitschutz und ist atmungsaktiv.

Bildnachweise:
Titelbild © NorGal – stock.adobe.com;
Bild von den Arbeitshandschuhen © constantinos – stock.adobe.com;
Bild von der Wildlederbürste © NorGal – stock.adobe.com

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