Krebsvorsorge (Teil 1): Mit einer gesunden Lebensweise das Krebsrisiko senken

Krebsvorsorge (Teil 1): Mit einer gesunden Lebensweise das Krebsrisiko senken

Neben Herz-Kreislauferkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Deshalb sollten Sie versuchen, Ihr Krebsrisiko möglichst gering zu halten. Natürlich gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen eine Krebserkrankung. Mit einer gesunden Lebensweise können Sie Ihr Krebsrisiko allerdings deutlich senken. In diesem ersten Teil zur Krebsvorsorge haben wir ein paar Tipps für Sie gesammelt, die Ihnen dabei helfen.

Warum ist kein hundertprozentiger Schutz gegen Krebs möglich?

Bevor wir auf die Tipps eingehen, mit denen Sie Ihr Krebsrisiko senken können, möchten wir einmal verdeutlichen, warum Sie Ihr Krebsrisiko nicht komplett eliminieren können. Krebs entsteht durch Zellmutationen bzw. „Fehler“ bei der Zellteilung. Diese können durch äußere Umstände ausgelöst werden. Es gibt aber auch Arten von Krebserkrankungen bzw. Tumoren, für die die Forschung – zumindest bisher – keine messbaren äußeren Faktoren gefunden hat. Hierzu gehören unter anderem Hirntumore. Die Veränderungen der Zellen entsteht in solchen Fällen „zufällig“. Diesen Krebsarten kann man deshalb nicht durch eine gesunde Lebensweise oder durch das Meiden bestimmter Risikofaktoren vorbeugen – jedenfalls nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht.

Ein anderer Aspekt ist die Unmöglichkeit, allen bekannten Risikofaktoren aus dem Weg zu gehen. Ein Beispiel ist das Alter. Mit zunehmenden Alter steigt die Gefahr, an Krebs zu erkranken. Das Alter kann natürlich schwerlich aufgehalten werden. Oft ist es auch schwierig bis unmöglich den Risikofaktoren vollständig aus dem Weg zu gehen. Das verdeutlicht das Beispiel Rauchen ganz gut. Sie können sich bewusst gegen das Rauchen entscheiden. Beim Passivrauchen wird es schwieriger. Sie können zwar versuchen, auch dies zu meiden, aber ganz ausschließen können Sie das leider nicht, da Sie sich dem Zigarettenqualm anderer nicht immer entziehen können. Davon abgesehen ist Krebs noch nicht abschließend erforscht. Somit gibt es sicherlich noch viele derzeit unbekannte Risikofaktoren für eine Krebserkrankung.

Krebsrisiko senken: wertvolle Tipps

Trotzdem sollten Sie nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Denn um so mehr Risikofaktoren Sie meiden oder minimieren, umso deutlicher können Sie Ihr Krebsrisiko senken. Einige Tipps hierzu haben wir deshalb für Sie zusammengetragen. Ganz bestimmt ist die Liste der Tipps nicht abschließend. Deshalb halten Sie weiterhin Ihre Augen und Ohren offen, um zu erfahren, wie Sie Ihr Krebsrisiko senken können.

Nicht Rauchen – auch nicht passiv

Wie bereits angeklungen: Verzichten Sie auf das Rauchen, denn dadurch reduzieren Sie Ihr Krebsrisiko enorm. Das gilt nicht nur für Lungenkrebs, sondern auch für viele andere Krebsarten. Entsprechendes gilt für das Passivrauchen. Versuchen Sie so gut es geht, anderen Rauchern aus dem Weg zu gehen.

Alkohol meiden oder den Konsum auf ein Minimum senken

Ein weiteres Genussmittel, welches Sie im Hinblick auf das Krebsrisiko unbedingt meiden sollten, ist der Alkohol. Denn bereits geringe Mengen können ausreichen, um nicht nur das Risiko für Leberkrebs, sondern auch für andere Arten von Krebs ansteigen zu lassen. Wer nicht komplett abstinent bleiben möchte, sollte die Menge auf ein Minimum beschränken. Es gibt allerdings keine Menge die bedenkenlos getrunken werden kann.

Auf Sonnenschutz achten

UV-Strahlung kann Hautkrebs verursachen. Um dieses Risiko zu minimieren, ist ein ausreichender Sonnenschutz insbesondere auch bei Kindern sehr wichtig. Hierzu gehört neben dem rechtzeitigen Einreiben und Nachcremen mit einem Sonnenschutzmittel und dem Meiden der Mittagssonne auch das Tragen einer Kopfbedeckung sowie einer Sonnenbrille. Letztere ist auch im Hinblick auf die Risikosenkung bezüglich einer bestimmten Form von Augenkrebs wichtig. Um Solarien sollten Sie einen weiten Bogen machen. Denn auch deren UV-Strahlung erhöht die Krebsgefahr.

Viel Bewegung – auch an der frischen Luft

Bewegung ist wichtig. Am besten bewegen Sie sich täglich eine Stunde, um Ihr Krebsrisiko zu reduzieren. Außerdem sollten Sie sich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde draußen an der frischen Luft aufhalten. Auch damit können Sie Ihr Krebsrisiko senken. Denn auf diese Weise nimmt Ihr Körper ausreichend Vitamin D auf, welches vor bösartigen Zellwucherungen schützen kann. Um Zeit zu sparen, können Sie beides auch gut kombinieren, indem Sie sich einfach im Freien bewegen.

Im Dunkeln ist gut schlafen

Im Dunkeln ist nicht nur gut munkeln, sondern auch gut schlafen. Wenn Sie in zu heller Umgebung schlafen, führt das nicht nur zu einem schlechten Schlaf, sondern fördert auch die Entstehung von Brustkrebs. Es wird davon ausgegangen, dass das daran liegt, dass der Körper weniger Melatonin ausschüttet. Dieses Hormon kann das Wachstum von Krebszellen verhindern und wird im Dunkeln vom Organismus gebildet.

Mit sozialen Kontakten das Krebsrisiko senken

Soziale Kontakte sind gut für die Gesundheit, deshalb sollten Sie sie aktiv pflegen. Wer sich von anderen Menschen abkapselt, riskiert einen erhöhten Cortisolspiegel. Dadurch kann das Immunsystem geschwächt werden, wodurch die Gefahr der Veränderung von Zellen steigt und sich mutierte Zellen auch besser vermehren können.

Professionelle Zahnreinigung macht nicht nur die Zähne froh

Statistisch gesehen gibt es einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als Ursache wird vermutet, dass das Immunsystem durch die Parodontitis geschwächt wird und dadurch das Krebsrisiko zunimmt. Deshalb ist eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung nicht nur für Ihre Zahngesundheit gut.

Schutz vor Schadstoffen

Schützen Sie sich auch weitestgehend vor Schadstoffen, die krebsauslösend sein können. Wichtig ist in diesem Zusammenhang insbesondere die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz, wenn Sie dort mit solchen Stoffen in Berührung kommen. Auf diese Weise vermindern Sie das Unfallrisiko bzw. vermeiden den direkten Kontakt mit den besagten Stoffen.

Stillen und wenig Hormonersatztherapien

Frauen können Ihr Krebsrisiko auch noch auf eine andere Weise minimieren. Sie sollten möglichst wenig auf Hormonersatztherapien zurückgreifen, denn diese erhöhen das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen. Mütter sollten ihre Säuglinge stillen. Das ist nicht nur für die Gesundheit des Kindes förderlich, sondern reduziert auch das Krebsrisiko der Frau.

Impfungen geben Hepatitis B und HPV

Auch Viren können Auslöser für eine Krebserkrankung sein. Deshalb werden Impfungen gegen Hepatitis B bei Neugeborenen empfohlen. Zusätzlich sollten Mädchen zwischen neun und vierzehn Jahren gegen HPV (Humane Papillomaviren) geimpft werden.

Gesundes Körpergewicht halten

Ein gesundes Körpergewicht ist ebenfalls ein gewichtiger Faktor mit dem Sie Ihr Krebsrisiko senken können. Denn auch Übergewicht stellt einen Risikofaktor dar.

Ernähren Sie sich gesund

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Risikofaktor für eine Krebserkrankung ist eine schlechte Ernährung. Im Umkehrschluss bedeutet das: Sie können Ihr Krebsrisiko senken, indem Sie auf eine gesunde Ernährung achten. Welche Lebensmittel dabei helfen, dass Krebsrisiko zu reduzieren und welche Sie eher von Ihrem Speiseplan streichen sollten, erfahren Sie in unserem demnächst erscheinenden zweiten Teil.

Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Vorsorgeuntersuchungen

Wichtig sind auch Vorsorgeuntersuchungen. Frauen sollten insbesondere Vorsorgeuntersuchungen in Bezug auf Brust- und Gebärmutterhalskrebs sowie Darmkrebs in Anspruch nehmen. Letzteres gilt auch für Männer, die zudem zu Vorsorgeuntersuchungen wegen Prostatakrebs gehen sollten. Ihr Krebsrisiko senken können Sie dadurch zwar nicht, aber die Untersuchungen können helfen, eine Krebserkrankung frühestmöglich zu erkennen. Dadurch kann schneller gehandelt werden und die Chance auf eine Heilung steigt unter Umständen. Denn in der Regel sinken die Heilungschancen mit Fortschreiten der Erkrankung.

Bleiben Sie gesund!

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